1 post / 0 new
Guest (not verified)
Kräuselband annähen, das die Falten ungleichmäßig macht

Ein häufiger Fehler ist, die Spule bis zum Rand zu füllen. Ist zu viel Faden aufgewickelt, drücken die äußeren Lagen die inneren zusammen und der Faden kann nicht mehr frei ablaufen. Die Spule sollte etwa drei Viertel gefüllt sein, dann bleibt Raum für gleichmäßige Spannung. Ist die Spule zu voll, wirkt sie außerdem gegen die Spulenkapsel und dreht schwer – der Faden wird unregelmäßig abgezogen und bildet Schlaufen.

Nach dem Wickeln lässt sich die Qualität leicht prüfen: Die Spule zwischen den Fingern halten und den Faden leicht abziehen. Läuft er glatt und ohne Widerstand ab und fühlt sich die Oberfläche gleichmäßig fest an, sitzt die Wicklung richtig. Bilden sich schon hier kleine Schlaufen oder rutscht der Faden in Wellen ab, ist die Spule neu zu wickeln. Ein kurzer Kontrollblick vor dem Einsetzen spart später das Auftrennen ganzer Nähte.

Vor dem Ziehen der Falten den Vorhang auf die endgültige Breite bringen. Dazu die Zugfäden gleichzeitig und gleichmäßig greifen, nicht einzeln. Wer nur an einem Faden zieht, erzeugt eine schiefe Raffung, die sich kaum zurückkorrigieren lässt. Die Falten mit beiden Händen vom Bandende zur Mitte schieben, dann von der Mitte zum anderen Ende. So verteilt sich die Weite gleichmäßig. Als Orientierung gilt: Die geraffte Breite sollte etwa ein Drittel bis die Hälfte der ursprünglichen Stoffbreite betragen, je nach gewünschter Fülle.

Warum die Messung im Sitzen anders ausfällt Im Sitzen verändert sich die Körperhaltung deutlich: Der Oberkörper neigt sich nach vorn, die Schultern runden sich leicht, und der Abstand zwischen Hosenbund und Schulter wird kleiner. Wer nur im Stehen misst, erhält eine zu große Länge. Die Folge: Die Träger sitzen im Sitzen zu locker, rutschen von den Schultern oder verdrehen sich. Umgekehrt kann eine zu kurze Länge im Sitzen unangenehm in die Schultern schneiden. Deshalb sollte man die Messung immer in der Haltung durchführen, die man überwiegend einnimmt. Wer zwischen Sitzen und Stehen wechselt, misst beide Positionen und wählt den Mittelwert – oder besser: verstellbare Träger.

Die Ursache liegt fast immer im Wickelvorgang. Wird der Faden nur eingelegt und die Maschine wickelt ohne jede Führung, entstehen übereinanderliegende, lose Windungen. Der Faden hat keinen Halt, rutscht seitlich ab und bildet schon auf der Spule kleine Schlingen. Beim Abziehen greift der Faden dann mehrere Windungen gleichzeitig, statt sich einzeln abzulösen. Besonders anfällig sind dünne Garne und glatte synthetische Fäden, weil sie auf der Oberfläche kaum Reibung finden.

Wer den Saum nur provisorisch mit Klebeband oder Nadel und Faden ohne Knoten sichert, wird den Riss spätestens nach der ersten Wäsche wieder öffnen. Ein Knoten am Fadenende ist Pflicht, und der Faden sollte nach dem letzten Stich nicht einfach abgeschnitten, sondern durch die letzte Schlaufe gezogen und festgezogen werden. Diese kleine Handbewegung entscheidet darüber, ob die Reparatur einen Monat oder ein Jahr hält. Ein eingerissener Saum ist keine Katastrophe, solange die Nadel schneller ist als der Riss.

Der häufigste Fehler bei großen Decken ist das Arbeiten in der Luft. Wer die ganze Länge auf einmal unter die Nadel schiebt, zieht den Stoff und verzieht die Kante. Besser ist es, die Decke in Abschnitten von etwa einem Meter zu nähen, dazwischen zu bügeln und erst dann weiterzunähen. Ein Rollfuß oder ein Obertransportfuß verhindert, dass die untere Lage vorschoben wird. Bei dünnen Stoffen hilft ein Stück Seidenpapier unter der Naht, das sich später auswaschen lässt.

Wer diese Reihenfolge einhält, muss nicht auf Leinen verzichten. Nicht die Faser selbst ist das Problem, sondern die Behandlung. Feuchtigkeit vor Hitze, Zug statt Druck und Ruhe beim Auskühlen sind die drei Punkte, an denen sich entscheidet, ob das Ergebnis glatt bleibt oder fusselt.

Spannung und Führung entscheiden über die Wicklung Damit die Spule sauber aufgebaut wird, muss der Faden vor dem Aufwickeln durch die Fadenspannung laufen – genau so, wie beim Nähen. Viele Maschinen haben dafür eine eigene Spannungsscheibe am Wickler oder verlangen, dass der Faden durch die normale Fadenführung gezogen wird. Wird dieser Weg abgekürzt, wickelt die Spule zu locker. Der Faden sollte mit gleichmäßigem, leichtem Widerstand einlaufen und sich in dichten, parallel liegenden Lagen ablegen.

Ein Kräuselband verwandelt jeden geraden Stoffstreifen in einen gleichmäßig gerafften Vorhang. Der entscheidende Teil der Arbeit findet jedoch nicht am Fenster statt, sondern am Bügeltisch und an der Nähmaschine. Wer dort schludert, zieht später Falten, die links enger sitzen als rechts, und kann den Vorhang nicht mehr korrigieren. Die folgenden Schritte zeigen, worauf es wirklich ankommt.

Nach dem Raffung die Falten mit den Fingern glatt streichen und das Band an der oberen Kante mit Stecknadeln fixieren. Wer die Falten nicht fixiert, verliert die gleichmäßige Verteilung beim Aufhängen wieder. Erst dann die Zugfäden um die letzte Schlaufe wickeln und verknoten, nicht abschneiden. Ein weiterer typischer Fehler: Das Band wird zu weit oben angenäht, sodass die erste Falte über den Faltensteg hinausragt. Das Band immer so platzieren, dass die obere Stoffkante bündig mit der Bandmitte abschließt.

Add new comment

Filtered HTML

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.

Plain text

  • No HTML tags allowed.
  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Lines and paragraphs break automatically.

Navigation

User login