1 post / 0 new
Guest (not verified)
5 Schritte, die die Reihenfolge bei der Raumrenovierung bestimmen

Für Arbeiten, die Staub verursachen – Schleifen, Bohren, Fliesen entfernen –, nutze den Abend nur, wenn du danach noch saugen kannst. Sonst verteilt sich der Staub über Nacht in der ganzen Wohnung. Besser: Staubarbeiten am Samstagvormittag, streichen und lackieren am Abend. Lüfte während der Arbeit und danach mindestens zehn Minuten, damit Lösemittel und Feuchtigkeit abziehen. Bei Lackarbeiten im Schlafzimmer: nicht am selben Abend dort schlafen. Plane eine Ausweichmöglichkeit ein.

Zum Schluss kommen Sanitärinstallation, Elektroanschlüsse und Montagearbeiten: Waschbecken, Toiletten, Armaturen, Lampen, Schalter und Steckdosen. Diese Arbeiten sind sauber und beschädigen keine Rohbauten mehr. Nach der Endmontage folgt die Feinreinigung. Wer diese Reihenfolge einhält, spart Zeit, Material und Nachbesserungen. Wer sie ignoriert, renoviert einzelne Räume mehrfach – ein teurer Fehler, der sich leicht vermeiden lässt.

Warum Trockenbau und Estrich vor dem Verputzen kommen Nach den groben Eingriffen folgen Trockenbau und Estrich. Trennwände, abgehängte Decken und Fußbodenaufbauten werden vor dem endgültigen Verputzen und Spachteln errichtet. Der Estrich muss ausreichend trocknen, bevor Parkett, Laminat oder Fliesen verlegt werden. Wer diese Trocknungszeit ignoriert, riskiert Risse, Schimmel und sich lösende Beläge. In dieser Phase werden auch alle Durchbrüche für Kabel und Rohre geschlossen und Schlitze verspachtelt.

Typische Fehler entstehen schon beim Planen und beim Untergrund. Oft wird die Fuge im Estrich angelegt, im Oberbelag aber „vergessen". Fliesenleger verlegen dann über die Trennung hinweg, weil es schneller geht. Ebenso häufig wird die Fuge mit Mörtel, Spachtelmasse oder starrem Kleber verfüllt. Manche verschließen sie mit Acryl, das zwar elastisch wirkt, aber an der Oberfläche nicht dauerhaft genug ist und nach einiger Zeit reißt. Ein weiterer Fehler: die Fuge wird nur optisch angedeutet, ohne dass der Belag darunter wirklich getrennt ist.

So gehst du beim Ausgleich vor, ohne den Boden zu beschädigen Bevor du arbeitest, entfernst du die Fußleiste an der betroffenen Wand. So kommst du an die Randfuge und kannst die Diele leicht anheben. Mit einem dünnen Holzkeil oder einem Kuhfuß hebst du die Diele vorsichtig an, ohne die benachbarten Dielen zu beschädigen. Unter die abgesackte Diele legst du dann dünne, formstabile Unterlegplättchen aus Kunststoff oder Metall. Keile aus Holz sind ungeeignet, weil sie mit der Zeit nachgeben oder wegfaulen. Die Plättchen müssen so dimensioniert sein, dass die Diele auf gleicher Höhe mit den Nachbarn abschließt. Prüfe das mit einer Wasserwaage oder einem geraden Brett.

Die Reihenfolge bei der Renovierung einzelner Räume hängt weniger vom Geschmack als von technischen Abhängigkeiten ab. Wer falsch beginnt, produziert Staub in bereits fertigen Bereichen, beschädigt neue Oberflächen oder muss Leitungen erneut öffnen. Sinnvoll ist eine Planung, die mit den Eingriffen startet, die den größten Dreck und die umfangreichsten Demontagen verursachen, und mit den sichtbaren Finish-Arbeiten endet. Das gilt für einzelne Räume ebenso wie für eine Wohnung, in der mehrere Zimmer nacheinander bearbeitet werden.

Erst danach beginnt die Oberflächenbehandlung: Grundieren, Spachteln, Schleifen und Streichen von Wänden und Decken. Malerarbeiten gehören vor die Bodenbelagsarbeiten, weil Farbspritzer und Schleifstaub sonst auf neuen Böden landen. Ausnahme: Wenn der Bodenbelag besonders empfindlich ist, kann er nach dem Streichen geschützt verlegt werden. Typischer Fehler ist, zuerst zu streichen und dann noch schwere Bauteile durch den Raum zu tragen, die die Farbe beschädigen.

Um das festzustellen, drückt man vorsichtig auf die betroffene Diele. Bewegt sie sich nur leicht und federt zurück, ist vermutlich die Nut-Feder-Verbindung gelockert. Knarzt oder knackt es, sitzt die Diele nicht mehr fest auf dem Lagerholz. Bei sichtbaren Rissen oder Absplitterungen an der Oberfläche ist die Diele selbst beschädigt und muss ersetzt werden. In diesem Fall hilft kein Ausgleich, sondern nur der Austausch der Diele.

Zuerst kommen Arbeiten an der Bausubstanz: Wände öffnen, alte Fliesen abschlagen, Estrich prüfen, Elektro- und Sanitärleitungen verlegen. Diese Schritte erzeugen den meisten Staub und Schmutz. Wer hier spart und später Steckdosen oder Abflüsse ergänzt, zerstört frische Putzflächen und Fliesen. Vor dem Verputzen werden alle Leerrohre und Anschlüsse gesetzt, damit später keine Wand mehr geöffnet werden muss.

Nach den Malerarbeiten folgen Bodenbelag, Sockelleisten und Türen. Türen werden erst eingesetzt, wenn Wände und Böden fertig sind, sonst leiden Zargen und Blätter unter Staub und Feuchtigkeit. Sockelleisten verdecken die Dehnungsfugen des Bodens und werden nach dem Verlegen montiert. Wer Türen zu früh einbaut, muss sie später mühsam abkleben oder ausbauen.

Beginnen Sie mit einem schmalen Pinsel, der zur Ecke passt. Ein zu breiter Pinsel berührt die angrenzende Wand und hinterlässt dort ungewollte Spuren. Tauchen Sie den Pinsel nur etwa ein Drittel der Borstenlänge in die Farbe und streichen Sie die Ecke in einer einzigen, ruhigen Bewegung von oben nach unten aus. Entscheidend ist, dass die Farbe nicht in den Winkel gedrückt, sondern mit leichtem Zug verteilt wird. Pressen Sie den Pinsel nicht flach in die Ecke, sonst quillt Farbe heraus und bildet beim Trocknen einen Rand.

Add new comment

Filtered HTML

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.

Plain text

  • No HTML tags allowed.
  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Lines and paragraphs break automatically.

Navigation

User login