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Rußende Kerze: Zugluft oder zu langer Docht?

Die Faustregel für den Anfang: Bei einer Duftlampe mit Wasser reichen zwei bis vier Tropfen ätherisches Öl. Mehr verdampft nicht besser, es belastet nur die Raumluft. Für ein Trägeröl, etwa für die Haut, gilt ein Verhältnis von einem Tropfen ätherischem Öl auf zehn Milliliter fettes Trägeröl. Das ergibt eine einprozentige Verdünnung. Für empfindliche Bereiche wie das Gesicht oder für Kinder halbiert man diese Menge. Wer diese Zahlen kennt, dosiert kontrolliert statt willkürlich.

Typische Fehler: Zu starkes Schütteln, Klopfen mit harten Gegenständen, ständiges Rühren oder das Gefäß bis zum Rand füllen. Auch schmutzige Gläser mit Fetträndern sind eine häufige Ursache. Wer regelmäßig mit Blasen zu kämpfen hat, sollte das Gefäß vor dem Befüllen mit heißem Wasser ausspülen und trocken nachwischen. Bei Getränken hilft es, die Flüssigkeit langsam an der Wand entlang einzugießen, statt sie direkt in die Mitte zu schütten.

Als Basis eignen sich grobe Hölzer, die Feuchtigkeit aufnehmen und langsam wieder abgeben. Zirben- oder Wacholderspäne, dünne Sandelholzstücke oder getrocknete Zedernholzspäne halten den Duft gleichmäßig. Kleine Zweige von Thymian oder Rosmarin bringen eine harzige Note, dürfen aber nicht zu feucht sein. Ein bewährter Grundstock ist eine Handvoll Holzspäne, eine Handvoll getrocknete Schalen und ein Esslöffel Gewürze wie Zimtrinde, Nelken oder Kardamomkapseln. Wer zu viel Gewürz nimmt, übertönt die feinen Zitrusnoten; hier gilt: weniger ist mehr.

Vor dem Befüllen müssen Gefäß und Docht vorbereitet sein. Die Innenseite gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen, danach vollständig trocknen lassen. Fettreste verhindern, dass das Wachs an der Wand haftet; es zieht sich beim Abkühlen zusammen und löst sich als Block. Den Docht auf einen Metallfuß kleben oder mit einem Tropfen Heißkleber am Boden fixieren. Ein Holzstäbchen über den Rand legen und den Docht daran ausrichten, damit er gerade und mittig bleibt. Zu lange Dochte später auf fünf bis acht Millimeter kürzen, sonst rußt die Flamme.

Die Beladung hängt vom Trägerstoff ab, nicht vom Du

Die einfachste Methode ist Klopfen. Man hält das Gefäß schräg und klopft mit dem Daumenballen mehrmals kräftig gegen den unteren Rand. Die Erschütterung löst die Haftkraft, die Blasen steigen auf. Wichtig: nicht mit dem Fingernagel klopfen, das erzeugt nur ein hohes Klirren ohne Wirkung. Besser ist eine flache Hand oder ein Holzstab, mit dem man von außen gegen die Wand tippt. Bei dünnwandigen Gläsern vorsichtig sein, sonst bricht der Rand.

Zugluft, falscher Standort und die Rolle des Wachses Zugluft ist die zweithäufigste Ursache. Steht die Kerze in der Nähe eines offenen Fensters, einer Tür, eines Heizkörpers oder einer Dunstabzugshaube, wird die Flamme ständig hin und her bewegt. Dabei verbrennt der Docht unregelmäßig, und es entsteht Ruß. Stellen Sie die Kerze an einen geschützten Ort, an dem die Luft ruhig steht. Auch ein Ventilator oder eine Klimaanlage im selben Raum kann ausreichen, um die Flamme instabil zu machen.

Die Brenndauer spielt ebenfalls eine Rolle. Kerzen sollten nicht länger als vier Stunden am Stück brennen. Danach wird der Docht zu lang, und die Flamme beginnt zu flackern. Löschen Sie die Kerze, lassen Sie sie abkühlen, kürzen Sie den Docht und zünden Sie sie erneut an. Vermeiden Sie es, die Kerze mit Wasser oder durch Pusten zu löschen – dabei verteilen sich Rußpartikel im Raum. Ein Kerzenlöscher oder ein umgestülptes Glas ist die bessere Wahl.

Der Docht ist die häufigste Ursache. Ist er länger als etwa einen Zentimeter, wird die Flamme zu groß und zieht mehr Wachs nach oben, als vollständig verbrennen kann. Der unverbrannte Wachsnebel setzt sich als Ruß ab. Kürzen Sie den Docht vor jedem Anzünden auf fünf bis acht Millimeter. Verwenden Sie dafür eine Dochtschere oder eine feine Schere, und schneiden Sie erst, wenn die Kerze kalt ist – an einer warmen Kerze bricht der Docht leicht ungleichmäßig.

Ein weiterer Punkt ist das Wachs selbst. Paraffin und Stearin rußen unterschiedlich stark. Weiches Wachs mit hohem Ölanteil neigt eher zum Rußen, ebenso Kerzen mit Duftstoffen, wenn der Docht nicht zur Wachsmenge passt. Ein zu dünner Docht für einen großen Durchmesser kann die Wachsmenge nicht aufnehmen, ein zu dicker Docht erzeugt eine zu große Flamme. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Docht und Kerzendurchmesser zusammenpassen; bei mehrdochtigen Kerzen sollten alle Dochte gleich lang sein.

Luftblasen, die am Rand eines Gefäßes hängen, entstehen meist, wenn Flüssigkeit zu schnell eingegossen wird oder wenn sich an der Innenwand feine Kratzer oder Fettreste befinden. Sie haften dort, weil die Oberflächenspannung sie an der Glaswand festhält. Bevor man sie löst, lohnt ein Blick auf die Ursache: Bei sprudelnden Getränken oder frisch abgefüllten Flüssigkeiten sind Blasen normal, bei ruhigen Flüssigkeiten wie Wasser oder Öl deuten sie auf eine benetzungsgestörte Oberfläche hin.

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