Praktisch geht man so vor: Zuerst die maximale Beladung des Trägers bestimmen, dann mit der Hälfte beginnen und frühestens nach zwei Stunden nachdosieren. Bei Wachs lässt man die Mischung vor dem Gießen auf etwa 60 Grad abkühlen; wird das Öl zu heiß eingerührt, verdampfen die flüchtigen Bestandteile, und der Duft ist später schwach, obwohl reichlich Öl enthalten war. Bei Sprays mischt man das Öl zuerst mit einem Emulgator oder hochprozentigem Alkohol, bevor Wasser dazukommt. Sonst trennt sich die Mischung sofort.
Beim Einfüllen langsam arbeiten. Das Wachs in einem sauberen Gefäß schmelzen, am besten im Wasserbad. Direkte Hitze auf offener Flamme ist gefährlich, weil Wachs bei Überhitzung entzündet. Die Temperatur sollte etwa 70 Grad nicht überschreiten. In dünnen Schichten einfüllen und zwischen den Gängen kurz warten, damit keine Lufteinschlüsse entstehen. Solche Hohlräume sind der Grund, warum selbst gebastelte Kerzen später unruhig abbrennen oder einbrechen. Wer zu schnell gießt, erzeugt genau diesen Fehler.
Ein häufiger Fehler ist der zu lange Lichtbogen. Er verteilt die Wärme über eine zu große Fläche, sodass keine gerichtete Schmelze entsteht. Das Material wird warm, aber nicht flüssig genug, um der Kerbe zu folgen. Der zweite Fehler ist der zu steile Winkel. Wer die Elektrode fast senkrecht hält, drückt die Schmelze nach unten in die Tiefe statt nach außen. Besser ist ein Winkel, der die Schmelze sichtbar zur offenen Kante schiebt. Der dritte Fehler ist Ungeduld: Wer nach zwei Sekunden bereits die Mitte erreichen will, hat die Randkerbe nicht fertig ausgebildet.
Wer den Pilzkopf schon hat, sollte nicht an der Technik feilen, sondern eine kleine Charge der Mischung neu aufbereiten: sieben, vereinheitlichen, auf Restfeuchte prüfen und mit gleichmäßigem Druck stopfen. Erst wenn die Form flach bleibt und der Rand sauber abbrennt, war die Änderung an der Mischung richtig. Der Hut verrät mehr über das Verhältnis als jede Messung vorab.
Erst das Korn prüfen, dann stopfen Vor dem Drehen gehört die Mischung durch ein grobes Sieb. Alles, was deutlich größer ist als der Rest, wird zerkleinert oder aussortiert. Anschließend die Mischung zwischen den Handflächen verreiben und fallen lassen: Rieselt sie gleichmäßig, ist die Körnung brauchbar. Bleiben Klumpen, die beim Drücken nicht zerfallen, ist sie zu feucht. Ein bis zwei Stunden an der Luft ausbreiten hilft, ohne dass die Mischung austrocknet.
Höhen versetzen statt aufreih
Für den praktischen Umgang hilft eine einfache Reihenfolge. Zuerst die gewünschte Endmenge festlegen, etwa dreißig Milliliter Trägeröl. Dann die Verdünnung wählen, ein bis drei Prozent je nach Anwendung. Daraus die Tropfenzahl ableiten: ein Prozent entspricht etwa sechs Tropfen auf dreißig Milliliter. Diese Tropfen zunächst in einem kleinen Gefäß mit dem Träger verrühren, nicht schütteln. Erst wenn sich alles gleichmäßig verteilt hat, in das endgültige Behältnis füllen. So bleibt die Beladung im Rahmen, und der Duft trägt, ohne zu erschlagen.
Ein Hut, der oben spitz zusammenläuft und dessen Rand nach innen rollt, hat mit dem klassischen Flachkopf nichts mehr zu tun. Wer die Ursache nur in der Technik sucht, übersieht den eigentlichen Hinweis: Die Mischung selbst stimmt nicht. Der Pilzkopf ist die sichtbare Quittung für ein Ungleichgewicht, das schon vor dem Anzünden feststand.
Ein häufiger Fehler ist das Nachstopfen nach dem ersten Zug. Wird Material nachgeschoben, ohne die obere Schicht zu lockern, entsteht eine Trennschicht. Diese brennt verzögert, der Rand läuft weg, und der Pilzkopf ist vorprogrammiert. Ebenso problematisch: Mischungen, die aus verschiedenen Quellen stammen und nie miteinander abgestimmt wurden. Unterschiedliche Feuchtigkeit und Schnittlänge vertragen sich selten in einer Füllung.
Beim Stopfen gilt: gleichmäßiger Druck über die gesamte Länge, nicht nur am Anfang. Ein zu fester Stopf am unteren Ende und ein lockerer Bereich oben erzeugen genau jenen Zug, der den Rand schneller wegbrennen lässt. Wer mit der Hand stopft, dreht die Mischung in kleinen Portionen ein und prüft zwischendurch den Zugwiderstand. Ist er oben spürbar geringer als unten, noch etwas nachschieben.
Die Form entsteht, weil die Randbereiche schneller abbrennen als das Zentrum. Das Zentrum bleibt zurück, der Rand zieht sich zusammen, und übrig bleibt ein Kegel mit ausgefranstem Saum. Verantwortlich ist fast immer eine Mischung, die zu locker sitzt oder deren Partikelgrößen zu weit auseinanderliegen. Grobe Stücke brennen ungleichmäßig ab, feiner Staub setzt sich beim Stopfen nach unten ab. Beides zusammen erzeugt den Pilz.
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