Für die Zucht ist ein getrenntes Laichsubstrat praktisch. Eine flache Schale mit feuchtem Torf oder ein Laichmopp aus Acrylwolle wird ins Becken gestellt und nach zwei bis drei Tagen entnommen. Die Eier werden bei den meisten Arten dunkel und hart. Je nach Art folgt eine Trocken- oder Feuchtphase, bevor die Jungfische schlüpfen. Typische Fehler: zu wenige Verstecke, zu viele Männchen, zu warmes Wasser oder ständige Störung. Killifische laichen oft nur in der Morgenstunde; wer dann füttert und hantiert, unterbricht die Balz. Futter sollte abwechslungsreich sein, Lebend- und Frostfutter fördern die Kondition der Weibchen.
Deckel und Sprungschutz: warum Killifische fast immer springen Killifische springen. Das ist keine Marotte einzelner Tiere, sondern Teil ihres Verhaltens: Sie fliehen nach oben, jagen Insekten oder laichen in flachen Uferzonen. Ein offenes Becken führt früher oder später zum Verlust von Tieren. Ein Deckel muss die gesamte Öffnung abdecken, auch schmale Spalten hinter dem Filter oder an Kabeldurchführungen. Als Sprungschutz eignen sich Glasscheiben mit Griff, feinmaschige Gaze auf einem Rahmen oder lichtdurchlässige Kunststoffplatten. Wichtig ist, dass der Deckel nicht luftdicht abschließt. Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung sollte ein Spalt von einigen Zentimetern bleiben, damit Luft zirkulieren kann. Kondenswasser regelmäßig abwischen, sonst bilden sich Kalkflecken und die Lichtausbeute sinkt. Ein typischer Fehler ist ein zu schwerer Deckel, der beim Füttern abgenommen werden muss und dabei Tiere erschreckt. Besser sind leichte, klappbare Abdeckungen oder einzelne Scheiben, die nur über dem Futterbereich geöffnet werden.
Die wichtigste Gegenmaßnahme ist der Wasserwechsel. Ein Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent pro Woche senkt den Nitratwert direkt, weil das alte Wasser mit dem gelösten Nitrat herausgeht. Entscheidend ist, dass das Frischwasser selbst nitratarm ist. Leitungswasser kann je nach Region bereits 20 bis 40 mg/l enthalten – dann bringt der Wechsel kaum Entlastung. Wer unsicher ist, misst das Wechselwasser einmal mit einem Tröpfchentest, bevor er es ins Becken gibt.
Wer den Bodengrund richtig aufbaut, schafft die Grundlage für stabiles Wachstum. Entscheide zuerst, welche Pflanzen dominieren sollen, und wähle danach Körnung und Nährstoffschicht. Kontrolliere in den ersten Wochen den pH-Wert und die Wasserwerte, besonders bei Soil. So erkennst du früh, ob der Bodengrund zum Besatz und zur Bepflanzung passt.
Die klassische Faustformel lautet: verfügbare Fläche in Quadratmetern geteilt durch den Flächenbedarf pro Tier in Quadratmetern. Wer beispielsweise 20 Quadratmeter für Tiere mit einem angenommenen Bedarf von 2 Quadratmetern hat, rechnet 20 geteilt durch 2 und erhält 10 Tiere. Das Problem: Der tatsächliche Bedarf ist selten eine feste Zahl. Er hängt von Körpergröße, Aktivitätsniveau, Klima, Fütterung und Sozialverhalten ab. Wer mit einem Durchschnittswert rechnet, plant für den Durchschnitt – und nicht für den schlechtesten Fall.
Nitrat entsteht im Aquarium fast immer als Endprodukt des Stickstoffkreislaufs. Fischkot, Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile werden von Bakterien zuerst in Ammonium, dann in Nitrit und schließlich in Nitrat umgewandelt. In einem eingefahrenen Becken läuft diese Kette zuverlässig, aber das Nitrat selbst wird dabei nicht abgebaut – es reichert sich an, wenn niemand es entfernt. Werte über 50 mg/l sind auf Dauer ein Problem, weil sie Algen begünstigen und empfindliche Fische belasten.
Kontrolle erfolgt mit Tröpfchentests für Ammonium, Nitrit und Nitrat. Zuerst steigt Ammonium. Dann folgt ein Nitrit-Peak, der innerhalb weniger Tage auf null fällt. Erst wenn Ammonium und Nitrit an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr nachweisbar sind und Nitrat messbar bleibt, ist der Filter arbeitsfähig. Wer nur einmal pro Woche misst, verpasst diesen Moment und setzt Fische zu früh ein. Ein häufiger Fehler ist auch, den Filter während der Einfahrphase zu reinigen. Die Bakterien sitzen im Mulm und in den Schwämmen, nicht im freien Wasser.
Wer die Formel trotzdem verwenden will, sollte sie als Obergrenze behandeln, nicht als Zielwert. Zuerst den Platzbedarf pro Tier großzügig ansetzen, dann die tatsächlich nutzbare Fläche ermitteln, und erst danach teilen. Wer diesen umgekehrten Weg geht, erhält eine Zahl, die der Realität näher kommt. Die Faustformel bleibt ein Werkzeug – aber eines, das man mit Vorsicht und Nachjustierung einsetzen sollte.
Wie man den Kreislauf ohne Fische in Gang bringt Als Nährstoffquelle dient entweder reines Ammoniak aus der Apotheke oder – einfacher und sicherer – etwas Fischfutter, das täglich ins Becken gegeben und nach ein paar Tagen wieder abgesaugt wird. Eine Prise pro Tag reicht. Dazu kommt ein Tropfen Präparat mit lebenden Nitrifikanten, wenn man den Start beschleunigen will. Pflicht ist es nicht. Wichtiger sind konstante Bedingungen: Temperatur zwischen 24 und 26 Grad, Filter und Strömungspumpe durchgehend laufen lassen, Beleuchtung acht bis zehn Stunden. Wasserwechsel sind in dieser Phase tabu, sonst schwemmt man die Bakterien aus, bevor sie sich festsetzen.
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