Spachtelmasse richtig auswählen und einfüllen Für kleine Löcher bis etwa fingergroß reicht fertige, streichfähige Spachtelmasse aus der Kartusche oder dem Eimer. Bei größeren Löchern, etwa von schweren Dübeln in Altbauten, ist ein Pulver zum Anrühren besser, weil es härter aushärtet und nicht schrumpft. Die Masse mit einem kleinen Spachtel oder einem stumpfen Messer kreuzweise einfüllen: erst eine Portion in eine Richtung, dann quer darüber. So füllt sich auch der Rand sauber. Wichtig ist, das Loch leicht überfüllt zu lassen – ein kleiner Hügel. Denn beim Trocknen zieht sich die Masse zusammen, und eine zu dünne Schicht hinterlässt eine Mulde.
Typische Fehler sind zu dünner Kleberauftrag, das Verlegen auf noch feuchtem Ausgleich und das Ignorieren von Dehnungsfugen. An Übergängen zu Wänden, Türen oder anderen Belägen müssen Randfugen bleiben, sonst reißt die Fläche bei Temperaturschwankungen. Ebenso wird oft vergessen, den Kleber vor dem Setzen der Fliese kurz ablüften zu lassen – zu frischer Kleber haftet schlechter und sackt ab.
Eine neue Fliesenschicht direkt auf die alte zu kleben, spart Zeit, Staub und Entsorgungskosten. Ob der alte Belag als Untergrund taugt, entscheidet sich jedoch nicht am Geschmack, sondern an der Beschaffenheit des Bestands. Wer diese Prüfung überspringt, riskiert, dass sich die neue Lage innerhalb weniger Monate löst – mitsamt dem alten Belag darunter.
Danach wird geschliffen. Mit Schleifpapier mittlerer Körnung, um einen Schleifklotz gewickelt, die überstehende Spachtelmasse vorsichtig einebnen. Nicht mit den Fingerspitzen drücken, sonst entstehen Rillen. Immer in kreisenden Bewegungen und mit wenig Druck arbeiten. Zum Schluss mit feinerem Papier nachgehen, bis die Stelle bündig mit der Wand ist. Mit der flachen Hand darüberstreichen: Ist nichts mehr zu fühlen, ist es gut.
Wann tatsächlich gestrichen werden muss Streichen ist Pflicht, wenn der Mietvertrag eine wirksame Regelung enthält. Dazu gehören starre Fristenpläne nur dann, wenn sie flexibel formuliert sind, etwa „in der Regel alle fünf Jahre". Auch eine wirksame Endrenovierungsklausel kann greifen, wenn sie sich auf den tatsächlichen Zustand bezieht und nicht auf eine bestimmte Anzahl von Anstrichen. Wichtig: Verschmutzungen, die über normale Abnutzung hinausgehen, müssen beseitigt werden. Dazu zählen starke Flecken, Rauchniederschlag, Wachs- oder Filzstiftspuren an Wänden, die sich nicht entfernen lassen. Wer unrenoviert übernommen hat, ist dagegen meist nicht zum Streichen verpflichtet.
Vor dem Streichen lohnt sich eine genaue Prüfung der Wände. Normale Gebrauchsspuren wie leichte Kratzer, kleine Dübellöcher oder matte Stellen sind kein Grund für einen Neuanstrich. Anders sieht es bei großflächigen Beschädigungen aus: Wenn Tapeten abgerissen sind, Feuchtigkeitsschäden sichtbar sind oder die Wandfarbe großflächig abblättert, muss ausgebessert werden. Dübellöcher lassen sich mit Spachtelmasse schließen und leicht überschleifen. Kleine Farbunterschiede nach dem Ausbessern fallen oft nur bei direktem Licht auf.
Ein häufiger Streitpunkt ist die Farbwahl. Verlangt der Vertrag „helle, neutrale Farben", sind grelle oder dunkle Töne problematisch. Wer unsicher ist, greift zu Weiß oder einem hellen Grau. Wichtig ist, dass die Farbe gleichmäßig deckt und keine Streifen hinterlässt. Rollen mit kurzer Florhöhe eignen sich für glatte Wände, längere Florhöhe für strukturierte Tapeten. Vor dem Streichen sollten Möbel abgedeckt und Steckdosen abgeklebt werden. Nach dem Trocknen prüfen, ob die Farbe an Kanten und Ecken sauber abschließt.
Die Handhabung entscheidet über das Ergebnis. Das Gerät wird langsam und gleichmäßig über die Wand geführt, ohne es zu verkanten. Mehrere Messbahnen in unterschiedlichen Richtungen erhöhen die Treffsicherheit. Vor dem ersten Einsatz an der Zielwand testet man das Gerät an einer bekannten Leitung, etwa neben einer Steckdose. Zeigt es dort kein Signal, ist es defekt oder falsch eingestellt. Auch die Empfindlichkeit muss zur Wandstärke und zum Material passen: Zu hoch eingestellt, meldet das Gerät Störsignale von Bewehrungsstahl; zu niedrig eingestellt, übersieht es dünne Kabel.
Typische Fehler sind das Bohren ohne jede Prüfung, das Verlassen auf ein einziges Messverfahren und das Ignorieren von Warnsignalen. Wer nur einmal quer über die Wand fährt, übersieht Leitungen, die parallel zur Messrichtung verlaufen. Ebenso riskant: das Bohren in Fliesen, ohne vorher zu orten, denn Fliesen splittern und verdecken die Sicht auf den Untergrund. Ein weiterer Fehler ist, nach dem ersten Treffer einfach weiterzubohren. Wer auf Widerstand stößt oder ein metallisches Geräusch hört, sollte sofort stoppen und nachprüfen.
Nach dem Trocknen der Festigung prüft man erneut mit Klebeband und Schwamm. Erst wenn beides sauber bleibt, kann gespachtelt, grundiert und gestrichen werden. Zwischen den Arbeitsschritten sollten mindestens die auf dem Produkt angegebenen Trockenzeiten eingehalten werden, auch wenn die Wand bereits trocken erscheint. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt eine Oberfläche, die nicht nach einem Jahr wieder sandet oder kreidet.
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