1 post / 0 new
Guest (not verified)
Wenn die Wand hohl ist, hält keine Schraube wie im Vollmaterial

Die Montage unterscheidet sich in mehreren Punkten. Im Vollmaterial wird gebohrt, der Dübel eingesteckt und die Schraube festgezogen – fertig. Im Hohlraum muss das Loch exakt zum Dübeltyp passen, oft mit einer speziellen Bohrlehre. Manche Hohlraumdübel werden mit einer Setzzange gespannt, andere ziehen sich beim Schraubeneindrehen selbst auf. Wichtig ist, nicht zu fest anzuziehen. Wer zu stark nachdreht, drückt die Platte ein oder reißt den Dübel durch die Rückseite. Ein weiterer Fehler ist, den Dübel vor dem Einführen zusammenzudrücken, obwohl er sich erst hinter der Platte aufspreizen soll.

Warum die Trocknungszeit über den Erfolg entscheid

Vor dem ersten Farbauftrag steht die Vorbereitung. Die Decke muss trocken, sauber und tragfähig sein. Lose Farbreste, Kreide oder Staub werden abgebürstet oder abgewaschen, sonst haftet die neue Schicht ungleichmäßig. Saugende Untergründe wie Gipskarton oder alte Kalkfarbe erhalten eine Grundierung, damit die Deckfarbe nicht punktuell einschlägt. Räume ohne Fenster brauchen eine helle, schattenfreie Beleuchtung – am besten von der Seite, denn genau so wird später auch der kritische Blick fallen.

Die Wahl des richtigen Dübels beginnt also nicht beim Dübel, sondern bei der Wand. Vollmaterial verzeiht eher einen zu großen Bohrer, Hohlraum verzeiht fast nichts. Wer die Wand kennt, den passenden Dübeltyp wählt und beim Anziehen das Gefühl behält, wird beide Situationen sicher meistern.

Beim Verlegen kommt es auf den Kleber an. Ein flexibler, für den Untergrund geeigneter Fliesenkleber wird mit der Zahnkelle in eine Richtung abgezogen, damit keine Lufteinschlüsse entstehen. Die Fliese wird mit leichtem Druck und einer Drehbewegung eingesetzt, nicht nur aufgelegt. Bei größeren Formaten oder stark strukturierten Fliesen empfiehlt sich zusätzlich das Buttering-Verfahren, bei dem auch die Fliesenrückseite dünn mit Kleber bestrichen wird. So entsteht eine vollflächige Haftung statt punktueller Verbindungen.

Im Vollmaterial reicht in der Regel ein Spreizdübel. Beim Eindrehen der Schraube zieht sich der Dübel auf, presst sich gegen die Bohrlochwand und verklemmt sich. Die Last verteilt sich auf die gesamte Länge des Dübels. Deshalb ist die Tragfähigkeit hier hoch, sofern der Durchmesser stimmt und die Bohrlochtiefe ausreicht. Ein typischer Fehler: Das Loch wird zu groß gebohrt, weil der Bohrer verschlissen ist. Dann spreizt der Dübel nicht mehr richtig und dreht durch. Ebenso falsch ist es, einen zu kurzen Dübel zu nehmen, nur weil er gerade zur Hand ist.

Die Trocknungszeit hängt vom Produkt ab und liegt meist zwischen einer und mehreren Stunden. Zu früh weitergearbeitet, reißen Risse oder die Spachtelstelle bricht heraus. Also lieber länger warten, als zu früh schleifen.

Der Boden wird ebenfalls feucht gewischt, aber nicht mit einem Schwamm, der den Staub nur hin- und herschiebt. Ein breiter Wischmopp mit auswaschbarem Bezug ist besser. Das Wasser möglichst oft wechseln, damit der Schmutz nicht wieder verteilt wird. Bei Parkett oder Laminat nur nebelfeucht arbeiten, sonst quillt das Holz auf. Nach dem Wischen muss der Boden vollständig trocknen, bevor Möbel zurückgestellt werden.

Ein Dübelloch ist schnell gebohrt, doch nach dem Umzug oder dem Abhängen eines Regals bleibt ein Krater in der Wand. Die gute Nachricht: Mit Spachtelmasse, Schleifpapier und etwas Farbe verschwindet er so gründlich, dass niemand mehr die Stelle findet. Entscheidend sind Vorbereitung und Geduld – nicht teures Werkzeug.

Im Hohlraum trägt nicht der Dübel, sondern die Platte Bei einer Hohlraumdecke aus Gipskarton oder Sperrholz wirkt der Dübel anders. Er spreizt sich hinter der Platte auf und legt sich von hinten an. Die Last hängt dann an der Fläche rund um das Bohrloch. Diese Fläche ist klein, deshalb sind Hohlraumdübel in ihrer Tragkraft begrenzt. Entscheidend ist, ob die Platte selbst fest genug ist und ob die Unterkonstruktion in der Nähe sitzt. Wer schwere Lasten aufhängt, sollte immer einen Treffer in einem Balken oder Profil suchen. Nur leichte Lasten gehören in die reine Plattenfläche.

Bevor überhaupt gereinigt wird, sollten alle offenen Flächen abgedeckt oder weggeräumt werden. Steckdosen abkleben, Möbel aus dem Raum schaffen, Türen mit einem feuchten Tuch abdichten. Ein Ventilator, der während des Schleifens abgesaugt hat, verhindert die größte Verteilung. Wer ohne Absaugung arbeitet, muss mit deutlich mehr Feinstaub rechnen und entsprechend mehr Zeit für die Reinigung einplanen.

Zuerst wird der Dübel entfernt. Sitzt er fest, lässt er sich mit einer Zange herausziehen oder mit einem dünnen Schraubendreher vorsichtig heraushebeln. Steckt der Dübel tief in einer Hohlraumwand, kann er auch einfach hineingedrückt werden. Danach das Loch mit einem Staubsauger oder einem Pinsel von losem Bohrstaub befreien. Dieser Schritt wird oft übersprungen und ist die häufigste Ursache dafür, dass die Spachtelmasse später abbröselt.

Add new comment

Filtered HTML

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.

Plain text

  • No HTML tags allowed.
  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Lines and paragraphs break automatically.

Navigation

User login