Nach dem Reinigen und vollständigen Trocknen – mindestens 24 Stunden – folgt die Versiegelung. Eine Imprägnierung auf Silan- oder Siloxanbasis zieht in die Fuge ein und verschließt die Poren. Dadurch perlt Wasser ab und Schmutz kann nicht mehr so tief eindringen. Die Versiegelung muss alle ein bis zwei Jahre erneuert werden, je nach Beanspruchung. Typischer Fehler: zu viel Mittel auftragen. Ein dünner, gleichmäßiger Auftrag reicht; Überschuss bildet einen Film, der später speckig wirkt und selbst zum Schmutzfänger wird.
Messen mit dem CM-Gerät: so geht es richtig Für die Prüfung der Restfeuchte wird ein CM-Gerät verwendet, das nach der Calciumcarbid-Methode arbeitet. Zuerst werden an mehreren Stellen Bohrungen gesetzt, mindestens eine pro angefangene 20 Quadratmeter und zusätzlich in Randbereichen. Die Bohrlöcher müssen bis auf zwei Drittel der Estrichdicke reichen, der Bohrstauub wird sofort entfernt. Anschließend wird die Probe entnommen, gewogen und mit Calciumcarbid in einer Stahlflasche vermischt. Das entstehende Gas erzeugt Druck, der direkt die Restfeuchte in Prozent anzeigt. Wichtig: Die Messung erst durchführen, wenn der Estrich mindestens 28 Tage alt ist. Bei Fußbodenheizung vorher aufheizen und die Messung nach dem Abkühlen wiederholen.
Die gemessenen Werte müssen zum geplanten Belag passen. Parkett und Laminat vertragen meist nur geringe Restfeuchte, während Fliesen oder bestimmte Vinylbeläge toleranter sind. Die genauen Grenzwerte stehen in den Verlegeanleitungen der Hersteller und in den einschlägigen Regelwerken. Wird der Wert überschritten, hilft nur weiteres Trocknen, notfalls mit Heizlüftern oder einer professionellen Trocknung. Gewölbte Böden entstehen auch dann, wenn der Estrich zwar trocken genug ist, aber keine Dehnungsfugen vorhanden sind. Dann schiebt sich der Belag bei Wärme zusammen und hebt sich.
Das Auftragen selbst geht am besten mit einem schmalen Spachtel oder einem alten Küchenmesser. Die Masse wird leicht über das Loch hinaus verstrichen, damit sie sich mit dem Untergrund verzahnt. Anschließend mit einem feuchten Schwamm oder einem sauberen Spachtel die Ränder glätten. Ein häufiger Fehler ist, die Spachtelmasse mit dem Finger zu verteilen. Dadurch entstehen Unebenheiten und Fett aus der Haut kann die Haftung beeinträchtigen. Nach dem Trocknen – je nach Produkt und Schichtdicke nach einigen Stunden oder über Nacht – wird die Stelle mit feinem Schleifpapier, Körnung 120 bis 180, vorsichtig glattgeschliffen. Dabei nicht zu stark drücken, sonst schleift man die umliegende Wandfarbe weg.
Wo Backpulver an seine Grenzen stößt Backpulver ist kein Allheilmittel. Bei Schimmel in den Fugen reicht es nicht aus, weil es die Pilzsporen nicht abtötet. Hier hilft eine Mischung aus Backpulver und Wasserstoffperoxid, die man ebenfalls einige Minuten einwirken lässt. Auch bei sehr alten, tief eingedrungenen Verschmutzungen oder bei Zementfugen, die bereits porös sind, bringt das Hausmittel wenig. Wer dann mit einer Drahtbürste nachhilft, zerstört die Fugenoberfläche und schafft neue Angriffsflächen für Schmutz. Besser ist es, die Fugen nach der Reinigung mit einer speziellen Versiegelung zu behandeln, damit sie länger sauber bleiben.
Bei Vollmaterial wird die Last über die gesamte Länge des Dübelkörpers in die Wand eingeleitet. Je tiefer das Loch, desto mehr Fläche trägt. Kritisch sind zu große Bohrlöcher, denn dann fehlt der Presssitz. Wer mit dem falschen Bohrer arbeitet oder das Loch ausleiert, bekommt keinen Halt, egal wie lang der Dübel ist. Bei Hohlraum dagegen entscheidet die Klemmfläche hinter der Platte. Der Dübel besitzt Flügel, Kipphebel oder eine Metallzunge, die sich beim Anziehen aufklappen und die Plattenrückseite großflächig hintergreifen. Diese Fläche ist der eigentliche Lastträger. Deshalb darf das Bohrloch hier nicht zu groß sein, aber auch nicht zu klein, sonst passt der Dübel nicht durch.
Fugen in Bad, Küche oder auf dem Balkon sammeln mit der Zeit Seifenreste, Kalk und Schmutz. Viele greifen dann zu aggressiven Reinigern, die zwar schnell wirken, aber empfindliche Oberflächen wie Naturstein, lackiertes Holz oder beschichtete Fliesen dauerhaft schädigen können. Die gute Nachricht: Ein einfaches Hausmittel reicht meist aus, um Fugen sauber zu bekommen, ohne das Material anzugreifen. Backpulver, also Natron, ist leicht alkalisch, wirkt lösend auf Fette und Schmutz und bleibt dabei so mild, dass es die meisten Oberflächen nicht angreift.
Ein typisches Problem entsteht bei der Verlegung über mehrere Räume hinweg. Werden die Räume ohne Trennfuge durchgelegt, addiert sich die Längenänderung. Spätestens an der nächsten Türschwelle muss eine Dehnungsfuge eingebaut werden. Diese wird oft mit einer Übergangsschiene abgedeckt. Wichtig ist, dass die Schiene nicht fest mit beiden Bodenflächen verklebt wird, sonst wird die Bewegung wieder eingeschränkt. Besser ist eine Schiene, die auf einer Seite fest und auf der anderen Seite beweglich aufliegt.
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