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Wenn die Fenster nach dem Putzen wieder streifenfrei sein sollen

Die zweite zentrale Stellschraube ist das Anbringen von Insektenschutz. Ein engmaschiges Netz, das um das gesamte Balkongeländer gespannt wird, hält die meisten Fluginsekten zuverlässig ab. Achten Sie darauf, dass das Netz straff sitzt und keine Lücken an den Rändern oder zwischen den Pfosten entstehen. Auch im Bodenbereich sollten Sie nichts offen lassen, da Ameisen und Spinnen sonst leichtes Spiel haben. Bei starkem Wind allerdings müssen Sie das Netz häufig kontrollieren – es kann sich lösen oder schädigen. Eine Alternative sind spezielle Vorhangsysteme, die sich bei Bedarf schnell öffnen und schließen lassen.

Kleine Kinder oder Haustiere stellen besondere Anforderungen. Verankern Sie das Regal nicht nur an der Wand, sondern sichern Sie auch die Fächer mit einem Stopper gegen Herausfallen. Scharfe Kanten sollten Sie brechen oder abrunden. Wenn Sie das Regal selbst bauen, schleifen Sie alle Kanten und behandeln Sie das Holz mit einer ungiftigen Lasur oder Öl. Das schützt vor Feuchtigkeit und erleichtert die Reinigung. Für Mietwohnungen gilt: Fragen Sie den Vermieter, ob Sie die Wand bohren dürfen, oder nutzen Sie alternativ Spannsysteme zwischen Boden und Decke – diese sind jedoch nur bedingt für schwere Lasten geeignet.

Bei stark verschmutzten Fenstern, etwa nach dem Winter, hilft ein erster Reinigungsgang mit warmem Wasser und etwas Essig oder Spiritus. Dieser entfernt Fett- und Nikotinablagerungen. Danach folgt der eigentliche Putzvorgang mit dem klaren Wasser. Niemals Essig und Spülmittel gleichzeitig verwenden – die Säure neutralisiert die Tenside und das Putzwasser wird wirkungslos. Wenn Sie hartnäckige Flecken wie Vogelkot oder Baumharz entfernen müssen, weichen Sie diese zuerst kurz ein und kratzen sie dann vorsichtig mit einem Kunststoffschaber ab. Ein Metallspachtel hinterlässt dagegen feine Kratzer, die später Schmutz anziehen und die Scheibe dauerhaft trüb machen.

Für Steckdosen in Arbeitsbereichen wie Schreibtisch oder Küchenzeile gilt: Lieber zehn Zentimeter höher als zu niedrig. Eine Höhe von 40 bis 45 Zentimetern über der Arbeitsfläche erleichtert das Ein- und Ausstecken von Ladegeräten und Küchengeräten erheblich. Achten Sie jedoch auf den Abstand zu Wärmequellen wie Herd oder Backofen – dort sind Steckdosen nur mit speziellen Abdeckungen zulässig. Im Wohnzimmer hingegen sind Steckdosen hinter dem Sofa oder der Couch oft nutzlos, wenn sie nicht exakt auf Höhe der Sitzfläche sitzen. Planen Sie dort besser eine Leiste mit mehreren Ausgängen ein, etwa 30 Zentimeter über dem Boden. Genauso wichtig ist die Position der Lichtschalter: Diese gehören in Griffweite zur Türklinke, also etwa 105 Zentimeter hoch, und immer auf der Seite, auf der sich die Tür öffnet.

Alltagstauglichkeit bedeutet nicht nur Stabilität, sondern auch Ordnung. Planen Sie die Fachhöhen so, dass Sie unterschiedliche Medien unterbringen können – von großen Bildbänden bis zu schmalen Notizbüchern. Verstellbare Böden sind flexibel, aber sie müssen sicher in Rasten oder Lochreihen einrasten. Ziehen Sie die Rasten nach dem Befüllen nach, denn Holz arbeitet und die Verbindung lockert sich. Wenn das Regal als Raumteiler dient, müssen beide Seiten nutzbar sein: Überlegen Sie, ob Sie auf der Rückseite eine geschlossene Platte anbringen oder die Bücher von beiden Seiten sehen möchten. Eine geschlossene Rückwand erhöht die Stabilität enorm, nimmt aber Licht und Durchblick.

Nachrüsten ohne Stemmen: So gelingt die Aufputz- oder Unterputz-Erweiterung Wenn Sie nachträglich eine Steckdose an einer anderen Stelle benötigen, müssen Sie nicht die komplette Wand öffnen. Moderne Funksteckdosen und batteriebetriebene Schalter sind eine schnelle Lösung, benötigen aber regelmäßig neue Batterien und funktionieren nicht mit jedem Gerät. Eine robustere Alternative ist das Verlegen von Aufputzleitungen in Kabelkanälen. Diese lassen sich sauber entlang von Türrahmen oder Fußleisten führen und mit kleinen Klemmen befestigen. Wichtig dabei: Verwenden Sie ausschließlich Kabel und Kanäle, die für diese Verlegungsart zugelassen sind, und achten Sie auf den Mindestquerschnitt. Für fest angeschlossene Geräte wie eine Dunstabzugshaube ist die Aufputz-Lösung jedoch nicht geeignet – hier bleibt nur der Weg über einen Elektriker mit Fräse oder Schlitzgerät.

Praktisch ist eine Kombination aus offenen Fächern und geschlossenen Elementen wie Türen oder Boxen. So können Sie Unordnung schnell verstecken. Doch Vorsicht: Schwer beladene Boxen auf der oberen Ebene machen das Regal kopflastig. Platzieren Sie schwere Gegenstände immer unten, auch wenn das ästhetisch weniger reizvoll ist. Ein weiterer Stolperstein ist die Höhe: Ein Raumteiler muss nicht bis zur Decke reichen, aber er sollte mindestens auf Augenhöhe enden, um einen echten Sichtschutz zu bieten. Lassen Sie oben einen Spalt frei, damit Licht und Luft zirkulieren können.

Bei Bildern und Spiegeln hilft eine alte Handwerkerregel: Richten Sie das Bild nicht an der Wand aus, sondern an der Deckenkante oder an einem Türrahmen. Wird der Rahmen zum visuellen Maßstab, fällt die schiefe Wand kaum noch auf. Hängende Regale sollten Sie nicht an mehreren Punkten an der Wand befestigen, wenn diese wellig ist. Verwenden Sie eine einzige, kräftige Schiene, die Sie waagerecht ausrichten – so gleichen Sie Unebenheiten automatisch aus. Für besonders kritische Stellen gibt es verstellbare Beschläge, mit denen Sie die Ablagefläche nachträglich in die Waagerechte bringen.

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