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Wenn der Platz knapp ist: Schuhe an der Tür aufhängen

Wer eine feste Erweiterung wünscht, setzt auf eine bereits vorhandene Unterputzdose und tauscht sie gegen eine Doppelsteckdose aus. Dazu schalten Sie die Sicherung aus, prüfen mit einem Spannungsprüfer, ob wirklich kein Strom fließt, und lösen vorsichtig die alte Abdeckung. Der Einbau einer Doppelsteckdose in eine einfach tiefe Dose gelingt nur, wenn die Dose tief genug ist – oft ist sie zu flach, dann hilft eine Aufputz-Lösung oder eine breitere Zierblende.

Deutlich schwieriger ist die Nachrüstung an den Wänden. Wenn Sie störende Geräusche aus der Nachbarwohnung hören, hilft oft das Aufstellen von Regalen, die mit Büchern oder Kleidung gefüllt werden – diese Masse absorbiert Schall. Alternativ können Sie schwere Vorhänge vor der Wand anbringen, die den Schall schlucken, bevor er in den Raum gelangt. Bei harten Oberflächen wie Fliesen oder Laminat ist der Nachhall allerdings viel größer als bei Teppich. Für eine spürbare Verbesserung sollten Sie mindestens eine Wandfläche mit einem Akustikpaneel aus Holz oder Stoff verkleiden. Diese Paneele können Sie ohne Bohren mit starkem Klebeband befestigen – das ist eine reine Mietänderung, die Sie jederzeit rückgängig machen können.

Ein häufiger Fehler ist das Hintereinanderschalten mehrerer Mehrfachsteckdosen – das erhöht die Brandgefahr erheblich. Vermeiden Sie außerdem, eine Leiste dauerhaft mit hoher Last wie Heizlüftern oder Waschmaschinen zu bestücken. Achten Sie auf das Prüfzeichen und die maximale Wattzahl, die auf der Leiste angegeben ist. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die neue Leitung von einem Elektriker legen – das kostet zwar etwas, ist aber sicherer als eine provisorische Lösung.

Vergessen Sie nicht die regelmäßige Pflege: Wischen Sie die Oberflächen einmal pro Woche mit einem trockenen Mikrofasertuch ab, um Kondenswasser zu entfernen. Öffnen Sie nach dem Duschen das Fenster oder schalten Sie den Ventilator ein, damit die Restfeuchtigkeit abzieht. Wenn Sie diese Punkte beachten, hält ein schmaler Hochschrank viele Jahre – ohne Schimmel, ohne Wackeln und ohne unschöne Feuchtigkeitsflecken. Planen Sie die Montage deshalb immer als Einheit aus Wandprüfung, Luftspalt und Materialwahl.

Ist die Feuchtequelle beseitigt, müssen Sie den Geruch aus den Bauteilen entfernen. Dafür eignet sich eine Grundreinigung mit einem Allzweckreiniger, der keine starken Parfums enthält. Danach wischen Sie die Wände und den Boden mit einer Lösung aus Wasser und etwas Essigessenz ab – das neutralisiert basische Gerüche. Achtung: Testen Sie die Lösung zuerst an einer unauffälligen Stelle, da Essig empfindliche Oberflächen angreifen kann. Lassen Sie anschließend alles gut trocknen. Bei stark betroffenen Flächen kann ein Bautrockner helfen, den Sie über mehrere Tage aufstellen – fragen Sie im Baumarkt nach einem Gerät für den Privatgebrauch.

Bevor Sie größere Umbauten planen, sprechen Sie mit Ihren Nachbarn. Oft ist der Lärm nicht so laut, wie er subjektiv empfunden wird – ein Gespräch kann Missverständnisse klären. Wenn Sie jedoch als Mieter eine dauerhafte Lösung anstreben, sollten Sie den Vermieter schriftlich um eine Zustimmung bitten. Formulieren Sie dabei konkret, welche Maßnahme Sie durchführen möchten und dass Sie die Kosten selbst tragen. Der Vermieter darf die Zustimmung nur aus wichtigem Grund verweigern, etwa wenn die Bausubstanz gefährdet würde. Eine fachgerecht ausgeführte Nachrüstung erhöht zudem den Wert der Immobilie – das kann ein Argument sein.

Der typische Kellergeruch in einer Wohnung entsteht fast immer durch Feuchtigkeit und organische Stoffe, die in den Bauteilen stecken. Häufige Quellen sind schlecht isolierte Außenwände, undichte Rohrleitungen oder aufsteigende Feuchte aus dem Erdreich. Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, sollten Sie die Feuchtigkeitsquelle lokalisieren. Prüfen Sie Fußleisten, Ecken an Außenwänden und den Bereich um Fensterrahmen mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. Achten Sie auch auf dunkle Flecken oder abblätternde Farbe – diese zeigen an, wo Wasser eindringt.

Wer in einer Wohnung ohne Balkon oder Garten lebt, kennt das Problem: Die frisch gewaschene Wäsche soll trocknen, aber der Platz ist knapp und die Luftfeuchtigkeit steigt schnell. Der Schlüssel liegt in der richtigen Platzierung des Wäscheständers und einem bewussten Umgang mit der Raumluft. Wer ein paar Grundregeln beachtet, bekommt trockene Wäsche, ohne dass sich Schimmel oder unangenehme Gerüche bilden.

Wenn Sie regelmäßig Wäsche in der Wohnung trocknen, sollten Sie die Raumluft aktiv steuern. Ein Luftentfeuchter – ein kompaktes Gerät, das Sie in jedem Elektrofachgeschäft finden – kann in kleinen Räumen wahre Wunder wirken. Er zieht die Feuchtigkeit aus der Luft und verhindert, dass sich Schimmel an Wänden oder Fensterrahmen bildet. Achten Sie bei der Nutzung darauf, dass das Gerät nicht in der Nähe der Wäsche steht, sondern im Raum verteilt. Und vergessen Sie nicht, den Wäscheständer regelmäßig zu reinigen: Auf den Stangen sammeln sich Staub und Fusseln, die bei Feuchtigkeit anfangen zu riechen. Ein feuchtes Tuch mit etwas Essig reicht aus, um den Ständer hygienisch sauber zu halten.

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