Fortsetzungen von Automatenspielen sind meistens eine Enttäuschung. Man nimmt den Erfolgstitel, erhöht die Multiplikatoren, tauscht die Farbgebung und hängt eine Zwei an den Namen. Die thematisch sortierte Übersicht der Automaten dieses Studios bei hier klicken - https://vmatchconsulting.com/tiermotive-bei-push-gaming-fat-rabbit-fat-d... zeigt allerdings, dass es auch anders gehen kann. Wild Swarm 2 hatte ich mit genau dieser Erwartung gestartet und wurde nach der ersten halben Stunde im Demo-Modus eines Besseren belehrt. Der Bienenstock ist derselbe, das Spielgefühl ist es nicht.
Der Unterschied zeigt sich im Tempo. Der Vorgänger hatte eine ruhige, fast gemütliche Taktung, bei der man den Walzen beim Arbeiten zusah. Hier greift öfter etwas ineinander, Felder verändern sich während einer laufenden Runde, und eine einzelne Drehung kann über mehrere Stufen weitergehen, bevor sie abgerechnet wird. Das verändert, wie man sitzt: Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, die Autostart-Funktion wieder abzuschalten, weil ich jede Kettenreaktion einzeln mitverfolgen wollte.
Thematisch bleibt alles beim Honig. Wabenmuster, summende Geräusche, Bienen, die über den Bildschirm wandern und sich auf Symbolen niederlassen. Das ist freundlich gestaltet, ohne kindisch zu wirken, und wichtiger: Es ist lesbar. Viele Automaten mit vielen gleichzeitigen Vorgängen werden unübersichtlich, sobald mehr als zwei Dinge passieren. Hier erkennt man jederzeit, welche Felder noch aktiv sind und welche bereits abgerechnet wurden, auch auf dem Handy im Hochformat.
Die Schwankungsbreite ist beachtlich. Es gibt lange Phasen, in denen die Bienen zwar fleißig sind, aber nichts Nennenswertes zusammenkommt, und dazwischen Runden, in denen sich drei oder vier Stufen aufeinander stapeln und das Guthaben spürbar nach oben springt. Konkrete Zahlen nenne ich bewusst nicht, weil die veröffentlichten Werte je nach Betreiber abweichen können und mein Eindruck aus einer Demo-Sitzung ohnehin keine Statistik ist. Festhalten lässt sich nur: Wer stetige kleine Auszahlungen sucht, ist mit einem Automaten niedriger Volatilität besser beraten.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Bonusrunde. Sie ist kein abgetrennter Minispiel-Anhang, sondern eine Verdichtung dessen, was im Grundspiel schon passiert. Dieselben Regeln, nur häufiger und dichter. Das hält den Lernaufwand niedrig und sorgt dafür, dass der Übergang nicht wie ein Bruch wirkt. Viele Studios machen hier den Fehler, in der Bonusrunde ein zweites, fremdes Spiel zu starten, und verlieren dabei die Spannung des ersten.
Kritik habe ich auch. Die akustische Untermalung mit dem permanenten Summen ist über längere Sitzungen anstrengend, und eine Lautstärkeregelung getrennt für Effekte und Musik fehlt mir. Außerdem ist die Einstiegsschwelle für Gelegenheitsspieler höher, als die niedliche Oberfläche vermuten lässt: Wer die Mechanik nicht einmal in Ruhe ohne Einsatz durchspielt, versteht beim ersten echten Durchlauf nicht, warum eine Runde manchmal einfach weiterläuft.
Mein praktischer Rat nach mehreren Demo-Abenden: kleine Einsätze, Autostart erst nach fünfzig bewussten Drehungen einschalten, und vorher die Infoseite lesen. Dann funktioniert dieser Titel als einer der besseren Nachfolger, die der Anbieter bisher hervorgebracht hat, und als Beispiel dafür, dass eine Zwei im Namen nicht automatisch Faulheit bedeutet.
Wer tiefer einsteigen will, geht die übrigen Automaten des Studios am besten der Reihe nach durch; das macht den Vergleich zwischen den einzelnen Serien deutlich einfacher als die Suche in einzelnen Casinolobbys. Und ganz unabhängig vom Titel gilt für Automatenspiel dasselbe wie immer: erst kostenlos testen, feste Grenzen für Zeit und Geld festlegen, Pausen einhalten und daran denken, dass das Ganze für Erwachsene ab achtzehn Jahren gedacht ist und ein Freizeitvergnügen bleiben soll.
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